Was ist eine Fruktoseintoleranz? 

Die Fruktosemalabsorption darf nicht mit der hereditären (erblichen) Fruktoseintoleranz verwechselt werden! Fruktosemalabsorption und hereditäre Fruktoseintoleranz sind völlig verschiedene Krankheitsbilder, die nichts miteinander zu tun haben.

Normalerweise wird Fruchtzucker im Darm resorbiert, in der Leber abgebaut und gelangt dann ins Blut.

Die Fruktoseintoleranz verursacht, dass das Transportprotein (GLUT-5) im Dünndarm nur geringe oder gar keine Aktivität (Transportkapazität) aufweist. Normalerweise wird die Fruktose über die Dünndarmschliemhaumt mit Hilfe des GLUT-5 geschleust. Somit gelangt die Fruktose ins Blut, wo es als Energiestoff zur Verfügung steht. Ist die Aktivität des GLUT-5 eingeschränkt, wandert die Fruktose in den Dickdarm, wo sie von Bakterien abgebaut (Kohlendioxid und Wasserstoff entsteht) wird.

Die Transportkapazität von GLUT-5 wird durch Glucose begünstigt. Somit kann man unter Umständen die Aktivität steigern, wenn man zur Fructose-Einnahme noch zusätzlich Glucose (Traubenzucker) zu sich nimmt.

 

  • Fruktoseabsorption,kurz FI
  • Fruktoseintoleranz
  • Fruchtzuckerunverträglichkeit
  • Syn Aldolase-B-Mangel
  • Fruktosämie



Häufigkeit in Mitteleuropa: 1 : 10.000 – 20.000; 30 - 40 % der Weltbevölkerung

 

 

 

 

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